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Erstellung von Saatkrähenkonzepten

Seit 2025

Auftraggeber: Div. Städte

Größe: –

Erbrachte Leistungen: Systematische Erfassung von Saatkrähenkolonien inkl. kartografischer Darstellung, Entwicklung von Konzepten präventiver und konfliktmindernder Maßnahmen, Erstellung von Handlungsempfehlungen unter Berücksichtigung von Artenschutz und Interessen der Bevölkerung

Urban lebende Saatkrähen geraten zunehmend in Konflikt mit Menschen, da ihre Kolonien in hohen Bäumen nahe öffentlicher Einrichtungen oder Wohngebieten Lärm und Verschmutzungen verursachen. Gleichzeitig sind die Vögel nach § 44 BNatSchG geschützt, sodass Eingriffe nur unter engen rechtlichen Voraussetzungen möglich sind. Bhmp führt dazu ein Saatkrähenmonitoring durch und entwickelt darauf basierend ein Maßnahmenkonzept, das Artenschutz und Interessen der Bevölkerung verbinden.

In vielen Städten kommt es zunehmend zu Nutzungskonflikten mit Saatkrähenkolonien. Die Vögel nisten bevorzugt in hohen Bäumen nahe Schulen, Kindergärten oder Wohngebieten. Koloniebruten verursachen starke Verschmutzungen durch Vogelkot und eine deutliche Geräuschkulisse, die oftmals als sehr störend angesehen werden. Gleichzeitig steht die Saatkrähe nach § 44 BNatSchG unter besonderem Schutz, sodass Eingriffe oder Vergrämungsmaßnahmen nur unter engen rechtlichen Voraussetzungen möglich sind.

Zur fundierten Konfliktbewältigung werden Koloniestandorte, Baumarten, Nestzahlen und Brutaktivitäten systematisch erfasst und kartografisch dargestellt. Die Datenerhebung erfolgt meist zu Beginn der Brutzeit, wenn die Nester gut sichtbar sind.

Auf Basis der Daten entwickelt bhmp Maßnahmenkonzepte und Handlungsempfehlungen, die sowohl den Artenschutz als auch die Interessen der Bevölkerung berücksichtigen. Vorrangig werden präventive und konfliktmindernde Maßnahmen empfohlen, wie regelmäßige Reinigungen außerhalb der Brutzeit, temporäre Sperrungen stark betroffener Flächen oder Informationsangebote für Einrichtungen und Anwohnende. Langfristig können ökologische Entwicklungsmaßnahmen in der Feldflur – etwa die Pflanzung geeigneter Brutbäume oder die Ausweisung störungsarmer Bereiche – dazu beitragen, innerstädtische Kolonien in weniger konfliktträchtige Lebensräume zu lenken. So entsteht ein ausgewogener Ansatz, der Artenschutz und städtische Bedürfnisse in Einklang bringt.

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