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Schillerplatz Nürtingen

2016 – 2020 · Auf Karte anzeigen

Auftraggeber: Stadt Nürtingen

Größe: 5.500m²

Erbrachte Leistungen: 1. Preis Wettbewerb, Lph. 1-9

Das Zentrum von Nürtingen erhält ein neues Gesicht! Das hierfür, im Rahmen eines 2016 ausgelobten Wettbewerbes entwickelte Konzept sieht eine Platzgestaltung vor, die die Kreuzkirche hervorhebt, den Ochsenbrunnen in Szene setzt und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für Stadtbesucher bietet. Neben Bäumen und markanten Ausstattungselementen sorgt vor allem der durchgängige Bodenbelag für ein ruhiges Erscheinungsbild.

Blick in Richtung Kreuzkirche bei Tag
Blick in Richtung Kreuzkirche bei Nacht (Beleuchtungskonzept)
Grundriss
Schnittansichten
Details zum Bodenbelag und den Sitzmöbeln

Die optische Vergrößerung der Platzfläche und die Freistellung der Kirchenfassade sind die Ziele des Entwurfes. Hierfür wird der Baumbestand vor der Kirche ausgelichtet und um das prägende Volksbankgebäude durch einzelne Bäume ergänzt. Nach Süden wird der Platzraum durch eine lockerkronige Baumgruppe aus Gleditischien optisch gefasst.

Der optisch durchgehende, gut begehbare Stadtboden macht den Schillerplatz zu einem einheitlichen Platzraum. Eine Pflasterung aus gesägtem Granit mit verschiedenen Formaten bietet einen optisch richtungslosen Verband, der gut an die verschiedenen Platzkanten und Nutzungen anzupassen ist. Die Materialität des hellen Granits der westlichen Kirchstraße wird wieder aufgenommen. Größere Plattenformate schaffen eine prägnante Vorzone um die Kirche. Eine 30cm hohe Stufe deutet ein Kirchplateau an, welches die Kreuzkirche in Szene setzt.

Baustelle: Der Schillerplatz in Nürtingen
Rückbau des prägenden Ochsenbrunnens
Pflasterarbeiten
Die Kreuzkirche,- sie wird freigestellt
Fertiger Bodenbelag

Der Ochsenbrunnen als wichtiges Identifikationsobjekt wird in das Zentrum des Platzes verschoben. Die Eintiefung macht die Wasserfläche auf dem Platz optisch präsenter. Sie kann zudem durch Erhöhen des Wasserstandes um einen flachen, größeren Überflutungsbereich erweitert werden. An heißen Sommertagen tritt so ein größerer Kühlungseffekt ein. Mit einer reduzierten Effektbeleuchtung ergibt sich ein schöner beruhigter Stadtplatz.

Die Möblierung des Platzes greift die Formensprache der Kirchenplatte auf. Feste Sitzblöcke aus Granitquadern entwickeln sich aus dem Format und Material des Plattenbelags. Sie können zum Verweilen oder als Sockel für (temporäre) Skulpturen aus den Ausstellungen der Kreuzkirche genutzt werden. So wird für die Nutzungen der Kirche auf den Platz zusätzlicher Raum angeboten. In Kombination mit den hölzernen Sitzmöbeln ergeben die Granitblöcke einprägsame Sitzelemente. Abgerundet wird die Möblierung mit neuen leuchtstelen, die aus der westlichen Kirchstraße aufgegriffen und in Teilbereichen weitergeführt werden. Ergänzend dazu wird die Aufkantung der Kirchenplatte durch eine Leuchtband akzentuiert. Die Elemente des Ochsenbrunnens werden dezent von unten beleuchtet. Strahler unter den Bäumen schaffen zusätzlich ein ruhiges Ambiente an der Kreuzkirche.

Großzügig präsentiert sich der Schillerplatz dank des durchgängigen Bodenbelags. Im Hintergrund das Kirchenplateau.
Ein Highlight stellt der umgestaltete Ochsenbrunnen dar.
An den Randbereichen entstanden Außenflächen für gastronomische Angebote, die sich harmonisch in den Hain aus mehrstämmigen Gehölzen einfügen.
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