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Neugestaltung Innenstadt Mengen

2010 – 2015

Auftraggeber: Stadt Mengen

Größe: 13.500m²

Erbrachte Leistungen: Lph. 1-9

Als Fuhrmannsstadt ist Mengen noch heute bekannt. Vor wenigen Jahren wurde die Bundesstraße, die das Stadtzentrum durchquerte und die Verbindung zu anderen Städten prägte, verlegt. Dem Wegfall des Durchgangsverkehrs und dem damit verbundenen Leerstand und Zerfall musste Mengen entgegenwirken. Entstanden ist ein Konzept, das die Stadt neu erstrahlen lässt.

Von vornherein stand fest, nicht nur eine kosmetische Generalüberholung, sondern vor allem ein ganzheitliches Konzept zur Revitalisierung des städtischen Lebens zu erarbeiten. Die historischen Gebäude, Brunnen und Stadteingänge sollten weiterhin das Stadtbild prägen, gleichzeitig aber auch als Kulisse für das städtische Leben dienen, es fördern und ihm neue Anreize verschaffen.

Dominant steht die ehemalige Bundesstraße im Vordergrund
Die historischen Fassaden sollten wieder herausstechen
Enge, lieblose Gassen prägten das Bild
Geprägt vom Straßenraum war Mengens Innenstadt
Blick in Richtung Kirche. Hier fand später der Fuhrmannsbrunnen seinen Platz

Die sorgfältige Auswahl der Materialien und Ausstattungselemente begann schon beim Bodenbelag. Dieser wird von einem ruhigen, hellen Grau mit interessantem Farbspiel dominiert. Als verbindendes Element konzipiert »schlängelt« sich der steinerne Fluss über Straßen, Fußgängerwege und Plätze und gibt der Innenstadt den Raum, den sie benötigt.

Offene Platzbereiche und ein einheitlicher Bodenbelag sollten das Bild Mengens prägen
Gesamtgrundriss
Die historischen Fassaden sollten wieder in den Fokus rücken

Neben optischen und haptischen Eigenschaften bot der bayrische Granit nicht zuletzt auch in wirtschaftlicher und nachhaltiger Hinsicht einige Vorteile. Europäischer Naturstein kam auch für die in Gruppen platzierten Sitzkiesel zum Einsatz. Die Seitenflächen dieser Kiesel wurden mit Wappen der umgebenden Gemeinden geschmückt. Ein ganz besonderes Gestaltungsdetail ist der neu geschaffene Fuhrmannsbrunnen, der den historischen Bezug zur Fuhrmannsstadt aufgreift und neu interpretiert. Neben Abdrücken von Ross, Reiter und Kutsche verschönern zudem Inschriften in Form von Zitaten die gusseiserne Deckplatte. Eine e-Bike-Station, ein Bücherschrank und die Inszenierung der historischen Stadttore in Form von Lichtstelen setzen zusätzliche Akzente. Das ausgeklügelte Lichtkonzept erhält nicht nur aufgrund seiner Effizienz positive Kritik. Neben der gestalterischen Verschönerung erlebte Mengen vor allem eine kulturelle und stadtbildprägende Aufwertung. Die Umgestaltung der Innenstadt zog wieder Menschen ins Zentrum, wo sich ein florierendes Stadtleben mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten etablierte. Mit einem eigens geschriebenen Theaterstück, regelmäßigen Festen und dem neu geschaffenen, jährlich stattfindenden Fuhrmannstag machen sich die Mengener seither ihre Innenstadt zu Eigen. Das neugewonnene Lebensgefühl sorgte nicht zuletzt für einen positiven Imagewechsel der Stadt.

Einladend wirkt die neugestaltete Innenstadt Mengens
Die historischen Fassaden können dank des zurückhaltenden Bodenbelags wieder ihre volle Wirkung entfalten
Der Fuhrmannsbrunnen
Wasser rinnt über die geprägte Brunnenplatte, die Bezüge zur Historie der Stadt beinhaltet
Sitzkiesel mit den Wappen der umliegenden Gemeinden laden zum Verweilen ein
Der Belag aus einheimischem Granit erstreckt sich von Fassade zu Fassade
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