Bebauungsplan „Baugebiet Bastwald II“ in Hambrücken

Um den Bedarf an künftigen Wohnbauflächen für die Gemeinde Hambrücken zu decken wurde eine ca. 4 ha große Fläche für den Eigenheimbau unter ökologischen Gesichtspunkten privatrechtlich erschlossen.

Zeitraum:

Planung 2007 bis 2010

Standort:

Gemeinde Hambrücken

Leistungen:

  • Ausarbeitung des städtebaulichen Konzepts in Varianten
  • Bebauungsplan mit zeichnerischen und textlichen Festsetzungen, örtliche Bauvorschriften und gemeinsame Begründung
  • Ausarbeitung des Umweltberichtes mit artenschutzrechtlicher Prüfung
  • Unterstützung der Gemeinde bei der Durchführung des Verfahrens 
  • Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen

Um den Bedarf an künftigen Wohnbauflächen für die Gemeinde Hambrücken zu decken wurde eine ca. 4 ha große Fläche für den Eigenheimbau unter ökologischen Gesichtspunkten privatrechtlich erschlossen.
Die wichtigsten Kriterien der Planung sind:
  • unterschiedliche Bauweisen + Wohnformen
  • familienfreundliches Wohnumfeld mit wohnungsnahen Spielmöglichkeiten für Kinder
  • Schaffung eines durchgängigen Rad- und Fußweges am Ortsrand
  • ressourcenschonende Aspekte
  • oberflächige Regenwasserableitung/-versickerung
  • Neuinterpretation der traditionellen Bauweise in einseitiger Grenzbebauung
Die meisten der heutigen Neubaugebiete sind sich in Ihrer Struktur und Bebauung sehr ähnlich und lassen für den Ort typische Strukturen und Bauweisen vermissen. Das Planungskonzept soll ortstypische Strukturen aufgreifen, die eine Identifizierung der Bewohner mit „ihrem“ Ort ermöglichen soll. Ortstypisch für Hambrücken ist die sog. „einseitige Grenzbebauung“, die auch auf kleinen Grundstücken ein freistehendes Einfamilienhaus ermöglicht und gleichzeitig ein größtmögliches Maß an Privatheit bietet. 
Durch die Ost-West-Ausrichtung der Grundstücke soll bei ortstypischer giebelständiger Bauweise eine Ausrichtung der Dachflächen nach Süden erreicht werden, um die Nutzung der Sonne für Solarthermie oder Photovoltaik zu ermöglichen.
Um auch die Nachfrage nach größeren Grundstücken für freistehende Einfamilienhäuser mit beidseitigem Grenzabstand zu erfüllen, werden am westlichen und östlichen Rand des Baugebietes Festsetzungen getroffen, die diese Bauform ermöglichen. Sie befinden sich am Übergang zu schon bestehenden Wohnbauflächen und führen so vorhandene Strukturen im neuen Baugebiet weiter.
Das anfallende Oberflächenwasser kann zunächst auf den Grundstücken über Zisternen oder Teiche zurückgehalten oder über Mulden versickert werden. Das überschüssige Wasser wird zeitversetzt zum Regenereignis oberirdisch in bewachsenen Gräben oder Pflasterrinnen abgeleitet, die im Siedlungsbereich gestalterische Akzente setzen. Im Siedlungsrandbereich fließt das Wasser in größere Mulden, wo ein Teil verdunsten oder versickern kann.
Für das Schutzgut Boden und das Schutzgut Arten und Lebensräume hat sich ein externer Kompensationsbedarf ergeben. Die Gemeinde hat die externen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der bhm Planungsgesellschaft vorgezogen, d.h. vor Beginn der Erschließungsarbeiten, umgesetzt.
Für die Beratung der Bauherren wurde zusätzlich ein Informationsblatt mit den wichtigsten Festsetzungen erstellt. Mithilfe einer 3D-Darstellung wurden die Planung und deren Ziele veranschaulicht.

Auftraggeber:

  • Gemeinde Hambrücken

Leistungen:

  • Ausarbeitung des städtebaulichen Konzepts in Varianten
  • Bebauungsplan mit zeichnerischen und textlichen Festsetzungen, örtliche Bauvorschriften und gemeinsame Begründung
  • Ausarbeitung des Umweltberichtes mit artenschutzrechtlicher Prüfung
  • Unterstützung der Gemeinde bei der Durchführung des Verfahrens 
  • Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen

Fläche:

4,2 ha

Fotos:

Fotos Spatenstich und Einweihung Baugebiet: Pressedienst der Gemeinde Hambrücken

Sonstiges:

  • Erstellung eines Informationsblattes als Handreichung für die Bauherrenberatung

Zeitraum:

Planung 2007 bis 2010

Standort:

Gemeinde Hambrücken