Maßnahmen zum Schutz der Zauneidechse

Zur Umgehung von Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG wurden für die Umsetzung des 3. Bauabschnittes zum „Gewerbepark Hardtwald“ die folgenden vorgezogenen funktionserhaltenden Maßnahmen umgesetzt: Auflichtung des Waldes, Einbringen von Habitatstrukturen (Reisigbündeln), Umsiedlung der Zauneidechsen in die neu geschaffenen Habitate (vor Baubeginn)

Zeitraum:

seit 2009

Leistungen:

Konzeption und Durchführung sowie fachliche Begleitung der vorgezogenen funktionserhaltenden Maßnahmen zum Schutz der Zauneidechse

Monitoring

Der „Gewerbepark Hardtwald“ liegt auf einer konvertierten, früher militärisch genutzten Lichtung im Hardtwald bei Oftersheim. Für das Gebiet besteht ein rechtsgültiger Bebauungs­plan. Der Gewerbepark ist erschlossen und bereits zu ca. 2/3 bebaut. Auf den noch nicht bebauten Grundstücken kommt die gem. § 44 BNatSchG streng geschützte Zauneidechse vor.

In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Rhein-Neckar und der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe führt die Gemeinde vorgezogene Maßnahmen durch, die gewährleisten, dass der Erhaltungszustand der Zaun­eidechsen­population sowie die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang auch bei Bebauung der bisherigen Lebensraumflächen in naher Umgebung erhalten bleibt. Dazu wurden bereits im Vorfeld Maßnahmen zur Habitatoptimierung am nahen Waldrand umgesetzt (Einbringen von essentiellen Habitatstrukturen; hier: Reisigbündeln). Das Umsiedeln der Zauneidechsen vor Baubeginn ist als Maßnahme zur Vermeidung des Verbots­tatbestands der Tötung (§ 44 BNatSchG Abs. 1, Nr. 1) zu verstehen.

Auftraggeber:

Gemeinde Oftersheim

Leistungen:

Konzeption und Durchführung sowie fachliche Begleitung der vorgezogenen funktionserhaltenden Maßnahmen zum Schutz der Zauneidechse

Monitoring

Fläche:

6 ha

Zeitraum:

seit 2009