16. September 2015  Quelle: Badenkurier Nr. 214

Pläne machen Eindruck

Breite Zustimmung des Gemeinderats zu den Entwürfen für den ersten Bauabschnitt der Freianlagen Rappenstein

Laufenburg – Auf dem Rappenstein geht es voran: Bei nur einer Gegenstimme befürwortete der Laufenburger Gemeinderat am Montagabend die Entwurfsplanung für den ersten Bauabschnitt bei der Neugestaltung rund um die Rappensteinhalle. Mit der Realisierung könnte im Idealfall schon im kommenden Jahr begonnen werden.

Die Umgestaltung des Sanierungsgebietes zwischen Rappensteinhalle, Hans-Thoma-Schule, Kindergarten Rappenstein und der Krippe Löwenburg wird die Stadt noch einige Jahre beschäftigen. Sechs Bauabschnitte sind insgesamt vorgesehen, wobei die ersten drei eine höhere Priorität besitzen. „Mit der Umsetzung des ersten Bauabschnitts können wir sehr schnell einen sehr großen Mehrwert erreichen“, so Bürgermeister Ulrich Krieger. Hier geht es unter anderem um die Parkplätze an der Codmanstraße sowie die Erneuerung der Sportanlagen der Schule, die in enger Abstimmung mit der Schulleitung und den Sportlehrern der Hans-Thoma-Schule geplant wurden. Östlich der Rappensteinhalle soll ein Multifunktionsspielfeld für die vier großen Ballsportarten entstehen. Vier 75-Meter Laufbahnen und eine doppelte Weitsprunganlage komplettieren das Sportangebot südlich der Halle. Zusätzliche Parkmöglichkeiten soll es an der Codmanstraße geben: Westlich davon auf dem bisherigen Parkplatz (mit 15 Stellplätzen) und östlich auf elf senkrecht an der Straße angeordneten Parkbuchten. Ein bis zu vier Meter hoher Ballfangzaun trennt den Sportbereich von den Parkplätzen ab. Dennoch soll das Sportgelände laut dem Planer Sigurd Karl Henne ein „halböffentlicher Freiraum“ bleiben, der auch außerhalb der Schulzeiten genutzt werden kann. Dafür sorgen auch fest installierte Sitzgruppen, die zum Verweilen einladen. Einen hohen Mehrwert verspricht sich Krieger auch vom zwei Meter breiten Fußweg entlang der Laufbahn, der die Parkplätze an der Codmanstraße mit dem Bereich von Kindergarten und Krippe verbindet – und somit vor allem für Bring- und Abholdienste von Eltern genutzt werden kann.

Die Entwürfe der Arbeitsgemeinschaft Wald + Corbe (Hügelsheim) und BHM Planungsgesellschaft (Bruchsal) gefiel der breiten Mehrheit im Gemeinderat. Lediglich Paul Eichmann (FW) hatte einen Vorbehalt: „Das ist eine schöne Anlage, aber auch keine billige Anlage. So lange wir nicht wissen, mit welchen Zuschüssen wir rechnen können, sind wir meiner Meinung nach zu großzügig bei der Vergabe.“ Dies wollte Bürgermeister Krieger jedoch nicht bestätigen: Dank vorhandener Haushaltsreste und einer zu erwartenden Förderung verblieben im Doppelhaushalt 2016/17 voraussichtlich Kosten in Höhe von 200 000 Euro. „Ich hoffe nicht, dass es der Stadt Laufenburg dann so schlecht geht, dass dies nicht mehr zu finanzieren ist“, so Ulrich Krieger lakonisch.

In einem nächsten Schritt sollen die Planer nun eine Bemusterung vorbereiten, um weitere Detailfragen im Gemeinderat zu klären. Dabei geht es beispielsweise um die zukünftige Farbgebung der Sportanlagen (rot, hellblau oder grün), das Erscheinungsbild der Betonpflasterung, sowie der Bepflanzung bzw. der Beschattung einzelner Flächen.

 

Planung für den Rappenstein

Kosten und Zuschüsse: Derzeit rechnen die Planer für den ersten Bauabschnitt mit Gesamtkosten von knapp 800 000 Euro (144 000 Euro für Parkplätze und 647 000Euro für die Sportanlagen). In Aussicht stehen aber verschiedene Fördermöglichkeiten und Zuschüsse. Derzeit wird abgeklärt, bei welchem die höchsten Chancen bestehen. Die Förderquote liegt meist bei etwa 30 bis 35 Prozent. Außerdem stehen Haushaltsreste in Höhe von 355 000 Euro bereit.

Quartierskonzept: Mit einem energetischen Quartierskonzept soll die Möglichkeit eines Nahwärmenetzes für das Gebiet am Rappenstein ausgelotet werden. Einen entsprechenden Auftrag vergab der Gemeinderat an den Ernergiedienst. In erster Linie sollen die kommunalen Gebäude Sporthalle, Schule, Kindergarten und Krippe angeschlossen werden. Aber auch private Hauseigentümer im Sanierungsgebiet sollen Angebote bekommen.