24. Juli 2015  Quelle: Gmunder Tagespost

Ein Park für alle Generationen

Waldstetter Gemeinderat stellt Weichen

Auf der gemeindeeigenen Grünfläche beim Malzeviller Platz in Waldstetten soll ein „Generationenpark“ entstehen. Was sich dort finden soll, erläuterte am Donnerstagabend Professor Sigurd Henne den Gemeinderäten. Diese zeigten sich quer durch alle Fraktionen begeistert von der Konzeption.

Waldstetten. Ein spezieller Spielbe­reich für Kleinkinder, eine weitere Anla­ge für Sprösslinge zwischen sechs und zwölf Jahren sowie eine neue Erlebbarkeit des Baches sind die drei Säulen der Konzeption. Zudem soll bei der neuen Anlegung eines Weges auf dessen Nut­zung sowohl mit Kinderwägen als auch mit Rollatoren oder Rollstühlen beson­derer Wert gelegt werden. Und so wird die komplette Planung ihrem Namen auch gerecht. Denn die Konzeption be­inhaltet einen „Generationenpark“.

Im Bereich für die Kleinkinder, den es jetzt bereits gibt, sollen viele Spielgeräte erhalten bleiben. Aber hie und da wird es eine Versetzung dieser geben. Denn, so erläuterte Professor Henne, eine „Spiel-schlange“, sprich eine Geländemodellie­rung, soll erfolgen. So erhalte jedes Gerät seinen eigenen Raum. Ein neues Spiel­häuschen soll das Angebot für die Klein­kinder komplettieren.

Für die älteren Kinder bis zwölf Jahren hält die Konzeption einen eigenen Spiel­bereich bereit. Dieser soll etwas tiefer ge­legt werden durch Geländemodellage. So gibt es eine besondere Optik. Nützli­cher Nebeneffekt: Der Schall wird ge­hemmt. Durch das Modellieren des Ge­ländes kann eine Hangrutsche hinunter gesaust werden. Hinzu gesellt sich ein Spielturm mit Kletterstruktur „Nicht aus Edelstahl-Unkaputtbar, sondern aus na­turnahem Material: Holz“, betonte Hen­ne vom Büro bhm aus Nürtingen.

Ein dritter Schwerpunkt der Konzepti­on ist die Erlebbarkeit des Baches. Ne­ben nachhaltiger Ufer- und Sohlsiche­rung unter Berücksichtigung einer na­turnahen Gewässerentwicklung sollen unter anderem auch ein Steg und Sitz­stufen zum Bach angelegt werden. Die Gesamtkosten würden sich laut Kostenberechnung für die Umsetzung der Kon­zeption auf rund 370 000 Euro belaufen. Bürgermeister Michael Rembold ver­wies auf hohe Fördersätze, da sich die Fläche im Landessanierungsprogramm befindet. Dem Planer bescheinigte er „viel gutes Fingerspitzengefühl“.

Die Begeisterung über diese Konzepti­on zog sich wie ein roter Faden durch alle Fraktionen. Dies zeigten die Stel­lungnahmen. Die naturnahe Gestaltung gefielt Veronika Gromann (UB). Sie regte noch Fahrradständer an, da viele Besu­cher per Pedes kommen würden. Allge­mein bemerkte sie: Hier ist das Geld sinnvoll angelegt.“ „Klasse“ fand Dieter Engelhardt (FWV) die Planung. Die Bachgestaltung biete „Einblick in eine natürliche Oase“. Christian Bundschuh (FWV) stellte fest: „Sieht gut aus.“ Aller­dings erinnerte er daran, dass es auch ge­nug Parkplätze geben sollte. Hans-Josef Miller (CDU) befand: „Rund, kreativ und offen, eine sehr gelungene Geschichte.“

Jetzt wird auf die Behörden zugegan­gen und im Herbst gibt’s eine Bürgerver­sammlung. Umsetzungsziel ist im Jahr 2016.