11. Februar 2015  Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Bruchsaler Rundschau

20 Hektar Wohnfläche

Gemeinderat Waghäusel: Flächennutzungsplan wird offengelegt

20 Hektar Wohnfläche

Gemeinderat Waghäusel: Flächennutzungsplan wird offengelegt

Von unserem Mitarbeiter Kurt Klumpp

Waghäusel. Einen breiten Raum nahm bei der jüngsten Sitzung des Waghäuseler Gemeinderats die Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Großen Kreisstadt bis in das Jahr 2025 ein. Oberbürgermeister Walter Heiler erinnerte daran, dass dieser Plan in den letzten Jahrzehnten immer wieder fortgeschrieben wurde. Jetzt sollen alle Änderungen zusammengefasst werden.

Stadtplanerin Dorothee Wiesehügel vom bhm-Büro gliederte ihren Entwurf in die Bereiche Wohnen, Wirtschaft, Grün- und Freiraum sowie Infrastruktur. Bei der Behandlung der eingegangenen Anregungen wurde berücksichtigt, dass das Kleingarten-Gelände im Norden von Wiesental auch für Vereinsanlagen zur Verfügung stehen soll. Der Bolzplatz beim Waghäuseler Bahnhof wird weiterhin als Waldgelände ausgewiesen, während die Nutzung des Geländes beim Fernsehturm konkretisiert wurde.

Nach dem Zensus würde sich der Wohnbauflächenbedarf in Waghäusel für die nächsten Jahre reduzieren. OB Heiler erklärte in diesem Zusammenhang, dass sich die Stadt – wie 300 weitere Kommunen in Baden-Württemberg – wegen der Volkszählung im Klageverfahren befinde. Auf Anraten des Planungsbüros bleibe deshalb der Bedarf von 20 Hektar Wohnfläche für die nächsten zehn Jahre unverändert. Die Sprecher aller Fraktionen signalisierten Zustimmung zur Offenlage des bis 2025 fortgeschriebenen Flächennutzungsplans, wobei SPD-Stadtrat Lutz Schöffel an die „Endlichkeit der Gelände-Ressourcen“ erinnerte.

Ohne Diskussion erfolgte die Zustimmung des städtebaulichen Vertrags für die Erweiterung des Baugebiets „Oberspeyerer Feld“ in Wiesental.

Jochen Bresch vom Planungsbüro bhm erläuterte dann den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Unterspeyerer Feld“. Notwendig wird die Erschließung, weil in Waghäusel bei steigender Nachfrage die gewerblichen Bauflächen größtenteils ausgeschöpft sind, wie OB Heiler ausführte. Insbesondere bei kleineren Grundstücken von 1 500 bis 3 000 Quadratmetern sowie Flächen über 10 000 Quadratmetern könne die Nachfrage nicht mehr durch den Bestand gedeckt werden, war zu hören.

 Bresch skizzierte auch mit Rücksicht auf die beiden Asylbewerberheime eine sinnvolle Optimierung der Baugrenzen sowie der Verkehrsführung. Hinsichtlich der Flächen für die externen Ausgleichsmaßnahmen unterbreitete der Landschaftsarchitekt zwei Vorschläge. Mit Rücksicht auf die heimische Landwirtschaft entschied sich der Gemeinderat zum Preis von 830 000 Euro einvernehmlich für die einmalige Ablösung der Kompensationsmaßnahme durch einen Dienstleister.

Zu Beginn der Sitzung stimmten die Ratsmitglieder der Wahl von Oliver Horwedel zum Abteilungskommandanten der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Kirrlach, zu.