13. Juni 2012  Quelle: Badische Zeitung (http://www.badische-zeitung.de/)

Wenn es klappt, ist’s "ein Knaller"

Investor plant touristisches Zentrum vor der Rheinbrücke.

NEURIED-ALTENHEIM. Ein renommierter Investor aus der Region plant ein touristisches Zentrum mit Gastronomie, Kiosk und Verkaufsräumen an der L 98, beim Parkplatz vor der Rheinbrücke. Nach Informationen der Badischen Zeitung soll auch das Offenburger Baal-Novo-Theater dort sein neues Domizil erhalten (siehe Bericht auf der Seite "Offenburg").

Aufgrund seiner Anfrage und den schon recht konkreten Plänen, die der Investor am Montagabend in nichtöffentlicher Sitzung erläutert hatte, befürwortete der Ortschaftsrat in der anschließenden öffentlichen Sitzung einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Das Projekt selbst wurde in der öffentlichen Sitzung nicht erläutert. Auch der Name des Investors wurde nicht genannt, er habe um Vertraulichkeit gebeten. Auf Nachfrage der BZ gab Ortsvorsteher Jochen Strosack immerhin bekannt, dass es sich bei den Planungen um zwei Gebäudekomplexe handele "mit attraktiver, ansprechender Architektur".

Nach der Einfahrt sei links ein Parkdeck unterhalb des Gebäudes geplant, darüber ebenerdig eine Art Geschäftspassage mit Läden und Kiosk. Eine Ebene höher mit weitem Blick auf den Rhein sei ein Restaurant vorgesehen. Die beiden Gebäude links und rechts der Straße könnten verbunden werden, so dass sich eine Durchfahrt ergebe, das lasse der Bebauungsplan zu.

"Wenn das so kommt wie geplant, wird das ein Knaller. Laut Investor gibt es zwischen Basel und Karlsruhe nichts vergleichbares", lautet die Einschätzung des Ortsvorstehers. Bis es soweit ist, gelte es jedoch, noch einiges zu regeln. Und auch im Verlauf des Bebauungsplanverfahrens könnte es noch zu Änderungen der Planungen kommen, schränkt Strosack ein. Die Gemeinde jedenfalls wolle das ihre dazu tun, die Situation am vorgesehenen Standort zu verbessern und die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Die Einzelheiten des Entwurfs stellte in der Sitzung Planer Daniel Walter von Büro Bresch, Henne und Mühlinghaus vor. Ziel des Bebauungsplans sei es, die derzeitige Nutzung als Parkfläche und durch den Wassersportverein zu erweitern und einen attraktiven Bereich "für die Begegnung der Menschen von beiden Seiten des Rheins zu schaffen". Ein Großteil des einbezogenen Gebiets liege unterhalb der Böschung und deshalb im Bereich des Rückhalteraums.

Dort hat der Wassersportclub sein Revier. Stephan Herr vom Wassersportclub nahm zu den Plänen Stellung und betonte, dass es schon lange ein Anliegen des Clubs sei, einen Teil des Geländes aufzufüllen, um einen hochwassersicheren Bereich für die Lagerung der Boote zu haben. Das sei jetzt möglich, antwortete Walter. Der Bebauungsplan erlaube eine Aufschüttung von 20 000 Kubikmetern Boden, das gebe eine ordentliche Fläche. Der Ortsvorsteher ermunterte den Club, das Bebauungsplanverfahren zu nutzen, um seine Vorstellungen in die Planungen einzubringen.

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