17. Januar 2014  Quelle: Schwäbische Zeitung Bad Saulgau

Parkplätze werden asphaltiert

In der Mengener Hauptstraße wird bald wieder gebaut – Gremium legt Details fest

von Christoph Klawitter

MENGEN - Die Innenstadtsanierung geht weiter: Es steht jetzt der Bauabschnitt IIa an. Dieser reicht vom Kreuzplatz bis zur sogenannten Jüt-ting-Kreuzung. Diese Neugestaltung soll 1,307 Millionen Euro kosten. Darüber hinaus stehen auch Tiefbauarbeiten in dem Bereich an, die 730 000 Euro kosten sollen. Der Gemeinderat hat beiden Vorhaben einstimmig zugestimmt. Er beauftragte die Verwaltung auch, die Arbeiten auszuschreiben.

In der Sitzung beschloss das Gremium auch wichtige Details. So wird der Bereich Kreuzplatz bis Jütting-Kreuzung mit Betonpflastersteinen in Naturstein-Optik ausgekleidet. Es solle dadurch ein helles und freundliches Bild entstehen, erklärte Sigurd Henne von der Planungsgesellschaft bhm. „Der Bordstein wird relativ flach sein“, kündigte er an. Bäume werden für Grün im Stadtbild sorgen. Fraglich war, ob die Parkplätze in dem Bereich – geplant sind 19 Stück - ebenfalls gepflastert oder asphaltiert werden sollen.

Pflaster war die Alternative

Es gebe ein Für und Wider für Pflaster oder Asphalt, sagte Bürgermeister Stefan Bubeck. Er schlug dem Gremium vor, die Parkplätze zu asphaltieren. Er machte aber auch deutlich, dass er genauso gut mit einem Pflasterbelag einverstanden wäre. Die Mehrkosten des Pflasterbelags von etwa 14 000 Euro „sind nicht die Welt“. Mit 14 zu acht Stimmen entschied sich das Gremium dann für Asphalt als Parkplatz-Belag. Im Zuge der Innenstadtsanierung wird vor dem „Pub“ ein Platz entstehen. Es war zu entscheiden, mit welcher Sitzgelegenheit dieser ausgestattet werden soll. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die kostengünstigste Variante, nämlich geschwungene Sitzbänke. Damit waren weitere Varianten, die Mehrkosten von 34 000 bis 41 000 Euro gekostet hätten, vom Tisch. Die sogenannte Jütting-Kreuzung wird deutlich verändert. Wie ja früher schon in der SZ berichtet, werden die Ampeln durch einen Kreisverkehr ersetzt. Vor den Ein- und Ausfahrten im Kreisverkehr werden Zebrastreifen angebracht. Doch mit diesem Plan war Stadtrat Elmar Ott nicht zufrieden. Er befürchtet, dass es durch den Kreisverkehr zu Rückstaus kommen könnte. Auch bedeute das eine höhere Unfallgefahr für Fußgänger und Autofahrer. Er empfinde die jetzige Regelung mittels Ampel als sicherer. Bürgermeister Stefan Bubeck räumte ein, dass es in der Tat eine große Herausforderung sei, wenn fünf Straßen auf einen Verkehrsknotenpunkt zulaufen. „Ein Rückstau wird da kein allzu großer erwartet“, meinte er aber. Die Verkehrsplaner hätten das geprüft.

Wichtige Rolle für Romstraße

Der zweite Bauabschnitt der Innenstadtsanierung hängt mit der Umgestaltung des Reiser-Areals zusammen. „Es ist alles ein Komplex, ein Quartier in der Innenstadt“, sagte Bubeck. Und so werden die beiden Groß-Projekte auch Auswirkungen auf die Romstraße haben. Wer bisher vom Reiser-Areal zur Jütting-Kreu-zung fährt, darf nur nach rechts abbiegen. Das wird mit dem Kreisverkehr anders sein. Von der Hauptstraße kommend kann man laut Bubeck nur noch in die Ruhestraße einfahren und von der Reiserstraße kann man nur noch rausfahren. Eine wichtige Rolle kommt auch deshalb der Romstraße zu. Diese sie breit genug für Begegnungsverkehr, erläuterte Bubeck.

Der Bauabschnitt IIa hat eine Fläche von etwa 4500 Quadratmetern. Laut Sigurd Henne ist der Baubeginn für Ende April/Anfang Mai geplant, die Fertigstellung für Mitte November dieses Jahres. Damit soll dieser Teil der Innenstadtsanierung noch vor den Arbeiten am Reiser-Areal abgeschlossen sein. Dieses wiederum soll im Frühjahr 2015 fertig sein. Der Bauabschnitt IIb übrigens zwischen dem westlichen Stadtgraben und der Einmündung Pfullendorfer Straße in die Meßkircher Straße wird parallel geplant. Doch da müsse man erst eine Mitfinanzierung des Landes abklären, sagte der Erste Beigeordnete und Kämmerer KarlHeinz Ehrmann.

Stadtrat Christoph Stauß lobte die Planer für ihre Arbeit. Er empfinde den Entwurf als gelungen. Was ihm besonders gefalle an der Innenstadtsanierung sei die nächtliche Beleuchtung. „Wenn man nachts durch Mengen fährt – das ist einfach klasse.“

In wenigen Monaten wird dieser Bereich aufgerissen: Die Innenstadtsanierung geht weiter.

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